Webseiten: Was wir bei Erstgesprächen mit Schweizer KMU immer wieder erleben
Bei OVA Partner und den WordPress Experten (wp-experte.ch) gehen laufend Anfragen von Schweizer KMU oder Organisationen bezüglich ihrer Webseite ein. Um einen Relaunch geht es dabei in erster Linie selten. Meistens wollen die Unternehmen ihre bestehende Website erweitern oder sie melden sich, weil es mit der bisherigen Agentur nicht mehr läuft. So weit so alltäglich.
Nach einem genaueren Blick auf die Webseite müssen wir jedoch erstaunlich oft etwas ziemlich Unpopuläres sagen: «Auf diesem Fundament kann man nicht mehr aufbauen. Wir können die Seite zwar noch aufrecht halten, aber jede Erweiterung wird unnötig aufwändig und kostspielig, weil das Fundament schräg ist». Die Reaktion auf diese Analyse ist fast immer dieselbe: «Die haben wir doch erst vor drei Jahren bauen lassen. Und sie hat richtig Geld gekostet.» Die Fehler, die zu solch einer Situation führen, sind vielfältig und oft schwierig zu erkennen. Nicht so für Profis, die wissen, worauf es ankommt, dass es eben nicht dazu kommt.
Hat ein solcher Kunde den ersten Schreck verdaut und angefangen zu verstehen, geht es umgehend nicht mehr um Technologie und Content, sondern erst mal um Betriebswirtschaft. Denn das Unternehmen steht mehr oder weniger unvorbereitet vor einer Entscheidung, die es so eigentlich nie treffen wollte: Investiert es nochmals in eine Architektur, von der man jetzt weiss, dass jede weitere Erweiterung teuer ist? Oder baut es die Website neu, nur wenige Jahre nach der letzten Investition?
Unsere langjährige Erfahrung zeigt: Wer weitermacht, schiebt das Problem meistens nur auf. Es wird nochmals in die alte Architektur investiert – ein, zwei Jahre später geht dann aber gar nichts mehr und der Neubau kommt trotzdem. Dann hat das Unternehmen nicht nur zweimal, sondern dreimal bezahlt und hatte in der Zwischenzeit nicht nur eine Kompromisslösung, sondern womöglich auch noch unnötigen weil doppelten Aufwand.
Eine neue Webseite ist immer aufwändig. Besonders für ein KMU. Denn solch ein Vorhaben bindet Geschäftsleitung, Marketing und Fachabteilungen über Monate. Und während intern noch diskutiert und bei der Agentur neu gebaut wird, passiert auf dem wichtigsten digitalen Kanal des Unternehmens nichts oder zumindest nichts wirklich Gutes, wie es mit einer richtig guten Webseite sein könnte. Was am Ende bleibt, schildern uns Kunden immer wieder gleich: Geld verloren, Zeit verloren, Nerven verloren. Und das Vertrauen in den Dienstleister gleich mit.
Wie es so weit kommt
Schuld an solchen Miseren ist dabei selten ein Einzelner. Es ist das Zusammenspiel aus Beratung, Design, Entwicklung und Budget, das schiefläuft. Und weil sich an keiner Stelle jemand die betriebswirtschaftliche Frage stellt: Rechnet sich das auch wirklich?
Aber schauen wir es uns ein wenig genauer an: Der Fehler passiert am häufigsten schon ganz am Anfang, in der Beratung. Denn digital wenig erfahrene Kunden wissen häufig nicht so genau, was sie wirklich brauchen. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Es ist jedoch die Aufgabe einer professionellen Digital-Agentur, das Geschäftsmodell des Kunden zu verstehen und es so zu “übersetzen”, dass das Ziel letztendlich erfüllt wird.
Dazu muss man sich die folgenden Fragen stellen: Welche Ziele hat das Unternehmen überhaupt? Was braucht es dafür wirklich? Und was braucht es eben nicht? Werden diese Fragen am Anfang nie gestellt und/oder nur ungenau – oder gar falsch – beantwortet, dann zieht sich der Fehler durch das ganze Projekt. Auch wenn nicht immer sichtbar. Und man läuft Gefahr, dass Technik zum Einsatz kommt, die für die Aufgabe völlig überdimensioniert ist.
So rein vom Design her sieht es toll aus – weil vielleicht von einer Branding-Agentur gestaltet. Aber wenn niemand fragt, was die schöne Animation denn wirklich zum Geschäftsergebnis beiträgt und ob sie tatsächlich auch für die Nutzerfreundlichkeit der Seite relevant ist, dann ist das nur verschwendetes Geld. Wir nennen das intern «mit dem Lastwagen in die Migros einkaufen gehen». Das Gegenteil davon: Zusammengeklickte Lösungen aus Baukästen und Dutzenden Plugins, die nach zwei Jahren niemand mehr im Griff hat, wo es keine Updates mehr gibt und wo dann alles auseinanderfällt wie ein ausgetrockneter Marmorkuchen.
Ein weiteres, häufig verbreitetes Muster: Externe (Freelance-) Entwickler, die durchaus programmieren können, die aber einfach nur das gewünschte Design abliefern und nichts mehr. Planlos, ohne Konzept, ohne das CMS wirklich zu verstehen, ohne Dokumentation. Zwei Jahre später sind sie weg und wer übernimmt, versteht nicht mehr, was da genau und wie gebaut wurde. Mit KI-generiertem Code (Vibe-Coding) wird das übrigens nicht besser. Weil ohne sauberes Konzept produziert die KI genauso ein Durcheinander. Bloss schneller.
Niemand misst, ob sich die Website rechnet
Der für uns erstaunlichste Befund aus diesen Prüfungen: Analytics ist auf fast jeder Website installiert, gearbeitet wird damit aber fast nie! Kaum ein Unternehmen kann uns sagen, wie viele Besucher seine wichtigsten Seiten erreichen, wie viele Anfragen daraus entstehen, welche Qualität diese Anfragen haben und was eine Anfrage, ein Gespräch oder ein Kunde tatsächlich kostet.
Ohne diese Zahlen werden Entscheidungen aus dem Bauch getroffen oder bei der Konkurrenz abgeschaut. Dabei ist die Webseite der “Laden” des Unternehmens im Internet. Kein Geschäftsführer würde ein echtes Ladenlokal betreiben, ohne zu wissen, wer so alles reinkommt und ob jemand etwas kauft, was er kauft und wie viel er kauft. Online passiert genau das aber ständig. Erstaunlicherweise. Denn die digitalen Tools wären ja da und könnten hochpräzise Daten liefern. Sogar “Real-Time”. Entsprechend geht Geld im Online-Bereich nicht dort verloren, wo die Technik sichtbar schlecht ist. Es geht dort verloren, wo einfach niemand hinschaut.
Erst messen, dann bauen
Wer also seine Website erweitern oder neu bauen will, sollte deshalb nicht mit einem Design-Workshop beginnen, sondern mit den eigenen Zahlen. Was leistet die heutige Seite? Woher kommen die Besucher, was machen sie, wo springen sie ab, was wird daraus? Erst diese Auswertung zeigt, was die neue Website besser machen muss und worauf man getrost verzichten kann. So wird aus einem Webprojekt eine Investition, die sich rechnen lässt, und nicht ein Schnellschuss, der in drei Jahren wieder zur Diskussion steht.
Eine Webseite sollte auch ohne Agentur betrieben werden können
Der Aufbau und die Technologie einer Webseite sollte so sein, dass das eigene Team neue Seiten und Themen und Inhalte selbständig aufschalten und anpassen kann, ohne für jede Änderung gleich die Agentur zu brauchen. Das ist unser Credo. Und deshalb bauen und dokumentieren wir Webseiten nach einem Standard. Entwickler kommen und gehen, das ist normal. Aber wenn das Wissen im Standard steckt und nicht im Kopf einer einzelnen Person, arbeitet sich ein neuer Entwickler oder Webmaster umgehend ein, und das Projekt läuft nahtlos weiter.
Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Marketing, Design und Technologie nicht einzeln nacheinander arbeiten, sondern sich von Anfang an zusammen abstimmen und koordinieren. Die Konzeption klärt, was das Geschäft braucht. Das Design gibt der Sache die passende Form. Die Technik baut es so, dass es trägt und mitwächst und einfach bedienbar ist. Fehlt eine dieser Perspektiven, entsteht genau die Komplexität, die drei Jahre später zum Zwangs-Relaunch führt.
Sauber gebaute Websites funktionieren über Jahre
Was jetzt vielleicht nach “komplex” tönt, ist es im Endeffekt gar nicht. Denn oft braucht ein typisches KMU oder eine Organisation gar keine komplexe Website. Die Ziele sind überschaubar: Professionell auftreten, Anfragen generieren, Mitarbeitende gewinnen, die eigenen Zielgruppen informieren. Dafür braucht es keine Hollywood-Produktion. Und es ist auch keine Hexerei und keine Pionierleistung mehr. Man weiss heute, wie Seiten aufgebaut sein müssen, damit aus Besuchern Anfragen oder gar Abschlüsse (Conversions) werden.
Deshalb sind wir überzeugt: Eine Website, die von der Konzeption über das Design bis zur Technik sauber durchdacht und betriebswirtschaftlich konzipiert ist, funktioniert über viele Jahre. Das heisst konkret: Jede wichtige Seite funktioniert wie eine Landingpage, mit klarem Ziel und klarer Handlungsaufforderung.
Und wo steht Ihre Website?
Ein ehrlicher Selbsttest: Können Sie ohne Nachschauen sagen, wie viele Anfragen Ihre Website im letzten Monat generiert hat und was Sie eine davon kostet? Und wissen Sie, ob Ihre Seite die nächste Erweiterung verkraftet?
Genau das prüfen wir in einem Audit. Wir schauen uns Aufbau, Technik und Messbarkeit Ihrer Website an und sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Erweiterung noch lohnt oder ob Sie Ihr Geld besser in einen sauberen Neubau investieren. Lassen Sie sich beraten:
Kontaktieren Sie Oliver von Arx für ein Website-Audit:
Tel. 044 280 55 72
E-Mail: oliver.vonarx@ova-partner.ch